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Gleitschirm

Das Gleitschirmfliegen ist die minimalistischste Form des Fliegens. Das Fluggerät passt in einenca. 15kg schweren Rucksack. Damit geht man auf einen Berg oder lässt sich von einer Winde hochschleppen und fliegt – vorausgesetzt Wind und Wetter passen – oft stundenlang. Die Gleitleistung liegt bei ca. 1:8. Das bedeutet, dass bei Windstille ein Gleitschirm bei einem Höhenverlust von 1000 Meter etwas 8 Kilometer weit gleitet. Heute sind stundenlange Thermikflüge und Streckenflüge von über 100km an der Tagesordnung.

Was ist ein Gleitschirm?
Gleitschirme, offiziell heißen sie Gleitsegel, sind elliptische Tragflächen von 20 bis 30 Quadratmetern, deren Kammern im Flug durch Staudruck gefüllt und versteift werden. Verbunden ist der Pilot mit dem Gleitschirm durch die von der Segelunterseite herab laufenden Fangleinen und das Gurtzeug. Der Gleitschirm wird durch eine rechte und linke Steuerleine, die den Gleitschirm einseitig abbremsen, oder durch Gewichtsverlagerung gesteuert.

Wie werde ich zum Gleitschirmflieger?
In Deutschland bracht der Gleitschirmpilot einen staatlichen Luftfahrerschein, der nächst beschränkt, nach entsprechender Fortbildung dann unbeschränkt erteilt wird. Darauf aufbauend gibt es noch die Möglichkeit, weitere Berechtigungen zu erlangen, z.B. für Schleppstarts und Passagierflüge. Mit dem unbeschränkten Luftfahrerschein sind auch Überlandflüge erlaubt.

Was kostet die Freiheit?
Die Kosten der Ausbildung belaufen sich auf etwas 1000€. Eine gute gebrauchte Ausrüstung ist für ca. 1800€ zu haben. Eine neue Ausrüstung schlägt mit 3000€ zu Buche. Wer Wert auf ein Variometer in der Schirmfarbe und die dazu passende Sonnenbrille legt, kann es auch entsprechend teurer haben.

Weiterführende Information gibt es beim Deutscher Hängegleiter-Verband e.V. oder hier.